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zwischen|nutzungs|agentur

Zwischennutzung - ein Begriff, der erst in den letzten Jahren an Bekanntheit gewonnen hat, beschäftigt die Fachöffentlichkeit schon seit geraumer Zeit. So auch die Architektin Stefanie Raab, die seit 2002 mit wechselnden Mitstreitern an ihrer Idee einer Zwischennutzungsagentur feilte. Erst im Rahmen des Fachforums Partizipation des Lokalen Agenda Prozesses, später als Leitprojekt der Ideenwerkstatt. Zwischennutzung  - so die Idee - könnte als Instrument praktischer Teilhabe an der Quartiersentwicklung, als Möglichkeit zur Revitalisierung leer stehender Ladengeschäfte wirksam werden. Je konkreter die Idee wurde, desto mehr ging es auch um die Frage: Reicht die Idee aus, um darauf eine Existenz aufbauen?

Auch die Stadt- und Landschaftsplanerin Maria Richarz stellte sich diese Frage. Sie arbeitete gerade an einem REFINA-Konzept zu den Diskrepanzen zwischen Flächenanspruch und Flächenressourcen und dem Potenzial von Brachflächen für innovative Nutzungen, als sie im Herbst 2004 Stefanie Raab kennen lernte. Auf der Tagung "Zwischennutzungen und Freiflächen.Städtische Lebensräume der Zukunft" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung kamen die beiden schnell ins Gespräch. Dem Gespräch folgte ein nächstes, und noch eins und noch eins.

Verbünden, um Ideen weiterzuentwickeln!

Der Austausch machte beiden Mut, ihre Ideen weiterzuentwickeln und gemeinsam umzusetzen. Sie gründeten eine GbR und starteten im Mai 2005 ihr gemeinsames Unternehmen zwischen|nutzungs|agentur mit dem Pilotprojekt "Gewerbeleerstand als Ressource" im Reuterquartier. Das Konzept ging auf, weitere Projekte in verschiedenen Neuköllner Quartieren folgten.

Aus der zwischen|nutzungs|agentur wird coopolis

Neue Themen und Notwendigkeiten wie die Vernetzung zur Stabilisierung der angesiedelten Unternehmen wurden offensichtlich, neue Köpfe bereicherten nach und nach das interdisziplinäre Team. Nach fünf Jahren Wachstum platzte die zwischen|nutzungs|agentur endgültig aus allen Nähten. Am 23. März 2010 ging sie in COOPOLIS über. COOPOLIS integriert die vielen Facetten der Projekte in eine übergeordnete Vision: DIE KOOPERATIVE STADT.

"Wir entwickeln gemeinsam Lösungs- und Handlungsansätze, die dann mit den Akteuren in den Quartieren entsprechend ihrer Bedarfe konkretisiert werden. So entsteht ein Prozess, der nicht nur uns Freude bereitet, sondern auch andere motiviert, diese Vision gemeinsam zu verwirklichen."

(Maria Richarz, Interview Projekt Zukunft)

Das erste Büro in der Tellstraße.

Unser heutiges Büro in der Lenaustraße.